Berlin Talk by Driss Ksikes: Fatema Mernissi, a Glocal Feminist 7 décembre 2017 19:00-7 décembre 2017 21:00 Exposition Ifa Galerie art.ifa

Auch wenn die marokkanische Soziologin und Schriftstellerin Fatema Mernissi (1940–2015) sich vehement für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzte, hat es ihr nie gefallen, als Feministin im westlichen Sinne bezeichnet oder auf eine identitätsgebundene Kategorie reduziert zu werden. Sie kämpfte auf vielen Ebenen, definitiv für die Freiheit der Frauen, aber allgemeiner noch für die Demokratie als politischen Rahmen, der die Akzeptanz von Individualität, Pluralität und sozialer Gerechtigkeit durch Gesellschaft und Staat ermöglicht, sowie für den Zugang von Lai*innen und Frauen zu den aufgeklärtesten Aspekten des muslimischen Erbes. Ihre Einstellung zum Feminismus ist im Zusammenhang mit ihrer antiimperialistischen Haltung und ihrem Sinn für staatsbürgerliche Verantwortung gegenüber der subalternen Bevölkerung zu verstehen. Sie war sich der globalisierten Probleme bewusst, aber ebenso im Lokalen verwurzelt, stets bemüht, das richtige Gleichgewicht zwischen den beiden Seiten zu finden. Hat sie es geschafft? Und was sind die Stationen, die sie in ihrem langen Lebensweg durchlaufen hat? Wie wurde ihre zweischneidige Position wahrgenommen?
Es handelt sich hier nicht um einen klassischen Vortrag, sondern um eine Mischung aus persönlichem Zeugnis und wissenschaftlicher Freidenkerei des marokkanischen Dramatikers, Journalisten, Autoren und Forschers Driss Ksikes hinsichtlich des Vermächtnisses einer heterodoxen feministischen Pionierin.

Veranstaltung in englischer Sprache
Eintritt frei!

Driss Ksikes (*1968) ist ein marokkanischer Dramatiker, Romanautor und Essayist, Direktor des HEM-Forschungszentrums in Casablanca, Herausgeber der Zeitschrift Economia und Koordinator des Fatema Mernissi-Lehrstuhls.

**English version**

While being a fierce defender of gender equality, Moroccan sociologist and writer Fatema Mernissi (1940-2015) never liked being coined as feminist, in the western sense, nor reduced to an identity-bound category. Her battle was multi-layered, definitely for women liberty but more broadly for democracy as a political framework allowing for society and state acceptance of individuality, plurality and social equity, as well as for lay men and women’s access to the brightest aspects of Muslim heritage. Her take on feminism is to put understood in relation with her anti imperialistic stance and her sense of civic responsibility towards subaltern populations. Both aware of globalized issues and anchored into local concerns, she tried to strike the balance between two ends. Did she manage? Meanwhile, what are the stages she went through in her long life path? How was her double-edged position perceived?
This is not a classical talk but a mix of personal testimony and scholarly freethinking by Moroccan playwright, journalist, writer and scholar Driss Ksikes about the legacy of a pioneer heterodox feminist.

Talk in English language
Free Admission

Driss Ksikes (*1968) is a Moroccan playwright, novelist and essayist, director of HEM research center in Casablanca, the editor in chief of the journal Economia and coordinator of Fatema Mernissi chair.